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Was eine Firmen-Website kostet, und woraus der Preis entsteht

Geschrieben von Adrian Roman Hild7 Min.

Eine Firmen-Website für ein mittelständisches Unternehmen kostet in Deutschland je nach Umfang zwischen rund 1.900 und 15.000 Euro netto. Der Preis entsteht dabei nicht aus der Zahl der Seiten, sondern aus drei Fragen: Wer pflegt die Inhalte später, an welche Systeme wird die Website angebunden, und wer ist zuständig, wenn etwas ausfällt.

Wir legen unsere eigenen Preise offen. Nicht aus Großzügigkeit, sondern weil Preisintransparenz in dieser Branche der häufigste Grund ist, warum Anfragen im Sand verlaufen. Wer nach drei Gesprächen immer noch keine Zahl gehört hat, hört irgendwann auf zu fragen.

Die drei Stufen, an denen sich der Preis entscheidet

StufePreisWas den Unterschied macht
Kompakt1.900 €Bis zu 5 Seiten. Wir schreiben die Texte. Änderungen laufen über uns.
Business3.900 €8 bis 12 Seiten, eigenes Design, eigenes Redaktionssystem. Sie ändern Texte und Bilder selbst.
Umfangreichab 7.900 €Zusätzlich angebunden an vorhandene Systeme: Terminkalender, Kundenverwaltung, Warenwirtschaft.

Der Sprung von Kompakt auf Business ist das Redaktionssystem. Ab dort sind Sie nicht mehr auf einen Dienstleister angewiesen, um ein Wort zu ändern. Für die meisten Unternehmen ist das die eigentliche Entscheidung, nicht die Seitenzahl.

Der Sprung auf Umfangreich ist die Anbindung. Sobald die Website Daten mit einem anderen System austauscht, entsteht Aufwand, der mit Gestaltung nichts zu tun hat: Schnittstellen, Fehlerfälle, Datenschutz. Das ist der Punkt, an dem Angebote am weitesten auseinandergehen.

Was in Preisangeboten meist fehlt

Die laufenden Kosten. Eine Website ist kein Möbelstück, sie veraltet. Ohne Updates bleiben Sicherheitslücken offen, ohne Backups wird ein Ausfall zum Datenverlust.

Bei uns beginnt die laufende Betreuung bei 149 Euro im Monat für Updates, tägliche Backups, Sicherheits-Patches und Überwachung. Wer eigene Änderungen beauftragen möchte, ist bei 349 Euro im Monat mit drei Stunden Arbeitszeit. Für eine Business-Website mit Standard-Betreuung ergibt das im ersten Jahr 8.088 Euro.

Diese Summe steht hier bewusst. Ein Angebot, das nur den Erstellungspreis nennt, verschiebt die Wahrheit ins zweite Jahr.

Warum billiger nicht automatisch günstiger ist

Es gibt Websites für 1.500 Euro. Die Frage ist nicht, ob es sie gibt, sondern was danach passiert. Ohne Redaktionssystem kostet jede Änderung einen Auftrag. Ohne Wartung ist die erste ernsthafte Sicherheitslücke teurer als die gesamte Ersparnis.

Umgekehrt gilt genauso: Nicht jedes Unternehmen braucht eine Anbindung an die Warenwirtschaft. Wer fünf Seiten braucht, sollte fünf Seiten kaufen und den Rest in Inhalte stecken.

Fünf Fragen, die Sie vor jedem Angebot stellen sollten

Die Antworten auf diese fünf Fragen trennen ein belastbares Angebot von einem, das später teuer wird.

  • 1Bekomme ich ein Redaktionssystem, und darf ich es ohne den Dienstleister nutzen?
  • 2Wem gehört der Quellcode nach der Abnahme?
  • 3Was kostet die laufende Betreuung, und was genau ist darin enthalten?
  • 4Wie schnell reagiert jemand, wenn die Seite ausfällt, und wo steht das schriftlich?
  • 5Ist Suchmaschinen- und KI-Sichtbarkeit enthalten oder ein Zusatzposten?

Die fünfte Frage ist neu

Immer mehr Kaufentscheidungen werden in KI-Assistenten vorbereitet. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Interessenten nicht. Eine Website, die für ChatGPT oder Perplexity schlecht lesbar ist, verliert damit Anfragen, die früher über Google gekommen wären. Das ist kein Zukunftsthema mehr, sondern der Grund, warum diese Frage inzwischen in jedes Lastenheft gehört.

Was Sie aus diesem Text mitnehmen sollten

  • 1Der Preis folgt der Pflege, nicht der Seitenzahl.
  • 2Ein Angebot ohne laufende Kosten ist unvollständig, nicht günstig.
  • 3Das Redaktionssystem entscheidet über Ihre Unabhängigkeit.
  • 4Sichtbarkeit in KI-Antworten gehört ab sofort in die Anforderungen.

Alle Preise netto, zzgl. der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer. Preisstand August 2026.

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